Das kommt auf die Bitrate, den verwendeten Encoder und die komprimierte Musik an. Der Vergleich mit Bildkompressionsverfahren ist nicht schlecht.Schrokla hat geschrieben:...hmmm, trotzdem höre ich zwischen den 3 Komprimiermöglickeiten, nämlich FLAC, MP3 und WAV keinen Unterschied. Vielleicht ist MP3 der schwächste Kandidat, wenn ich auf 64 Kbit/s runterdrehe, aber sonst....![]()
FLAC ist etwa vergleichbar mit TIFF und LZW-Kompression. Es gibt keine Verluste, und je nach Bild erreicht man eine sehr hohe Kompression. Wenn man aber ein Digitalfoto versucht, mit LZW zu komprimieren, gewinnt man fast nichts.
MP3 ist etwa vergleichbar mit JPG. Dabei werden einfach "nicht so wichtige" Anteile des Bildes unterdrückt. Das funktioniert bei Fotos sehr gut, bei Grafiken dagegen überhaupt nicht, da sie "hochfrequente" Anteile (scharfe Kanten) enthalten, die von der Kompression glatt gebügelt werden.
Wenn man die "falsche" Musik komprimiert, kann man die MP3-Kompression sogar sehr gut hören. Klaviermusik oder akustische Gitarre lassen sich sehr gut komprimieren, weil der Obertonanteil gering ist. Moderne Musik mit verzerrten Instrumenten oder elektronisch erzeugten Geräuschen dagegen lässt sich sehr schlecht komprimieren, da sehr viele Frequenzen gleich stark vertreten sind. Es kommt natürlich auch auf den Schallwandler an. Mit dem einfachen iPod-Kopfhörer habe ich nichts gemerkt. Als ich dann aber einen Sennheiser an den iPod angeschlossen hatte, konnte ich nicht glauben, dass ich das bisher nicht gehört hatte.macfan hat geschrieben:Ich vermutlich auch nicht. Da braucht man Leute mit Blumenkohlohren, die hören auch vergoldete Kabel usw.
Wer möchte, kann ja mal ein Experiment machen. Man nimmt eine Klangquelle, die sehr viele Obertöne enthält, wie etwa der Applaus bei einem Live-Konzert. Sehr zu empfehlen ist auch das Album Fallen von Evanescence. Komprimiert das mal auf 128 kBit/s und hört es Euch über die Lautsprecher an. Der Effekt ist in etwa so, als würde jemand ein Bündel dünne Blechstreifen schütteln.
Nachdem ich das das erste Mal gehört hatte, war ich für ein paar Wochen auf diesem Ohr sehr empfindlich und habe überall die Artefakte herausgehört. Seitdem verwende ich den LAME-Encoder und eine variable Bitrate. Wenn ich die Musik aber für den stationären Hausgebrauch aufnehme, spielt Größe keine entscheidende Rolle. Ich würde daher für dieses Archiv eine verlustfreie Kompression wählen. Damit hat man dann auch sozusagen ein Backup der CDs.
Für diese vier Beiträge in Folge würde ich jetzt im IP-Phone-Forum verwarnt werden ...
Grüße,
-- mvordeme



Zur Erläuterung: Es geht sicher auch, aber nicht in erster Linie um die Anschaffungskosten der angestrebten Lösung. Vielmehr werden - vor allem in Bezug auf die "Schlafzimmerlösung" Squeeze Box Boom - aus Sicht meiner besseren Hälfte folgende Punkte wichtig sein:

HD unbedingt, aber HD+ könnt ihr behalten.