TF5500 - kein Signal beim ersten Einschalten

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Hovenbitzer
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AW: TF5500 - kein Signal beim ersten Einschalten

#21

Beitrag von Hovenbitzer » Di 24. Feb 2009, 14:56

Hi,

danke für die Hinweise,

dazu einige Anmerkungen:

a) Die Kathrein-Zeit war digital.
b) Schüsseljustage überprüfen - das ist das was ich als erstes machen lasse.
c) Es führen zwei Kabel zum Receiver. Gegeneinader tauschen verlagert die Probleme nur, zumal ich einen Tuner nur zum Gucken und den anderen nur zum Aufnehmen nutze. Hilft also nicht wirklich.

d) Zum Thema Kondensatoren: In Röhrenradios aus den 50er Jahren wurden Elektrolyt-Kondensatoren sowohl im Netzteil als auch als Kathodenelko an der Endröhre verbaut. Temperaturunterschiede von 20 Grad (ausgeschaltet) nach 50 Grad und mehr (eingeschaltet) waren üblich, vor allem in den kleineren Modellen wie Gavotte/Philetta usw. Ich restauriere diese Radios in meiner Freizeit und bin jedesmal baff erstaunt, wie viele Kondensatoren diese Tortur anstandslos fast 60 Jahre ertragen haben.

Von daher lasse ich es nicht gelten, wenn bei einem Niedervoltgerät (an den Kondensatoren des Netzteils in Röhrenradios liegen in kaltem Zustand 300 Volt und mehr an) nach nur 6 Jahren (solange gibt es das besagte Modell schon) die ersten Elkos vertrocknet sind. Dann stimmt was an der Elkoqualität nicht. Das kann mal passieren, sollte aber mittlerweile unter 'ausgemerzte Kinderkrankheiten' abgehakt sein,l zumal hier im offiziellen Forum schon oft erwähnt.

LNBs, die nach nur 5 Jahren (so alt ist meiner) ihre Frequenzstabilität so verlieren, dass sie funktionsuntüchtig sind sind in meinen Augen einfach nur fehlerhaft produziert. Es geht doch auch anders (siehe Voyager-Sonden). Warum an einem Bauteil sparen, das so wichtig ist? Wobei: der gesparte Betrag bewegt sich dann im unteren Cent-Bereich, sollte also nicht wirklich signifikant im Verkauftspreis in Erscheinung treten.

Ich finde, wir sollte alle mehr Wert auf Langzeit-Qualität legen. Ich wollte mir doch tatsächlich letzten Samstag einen neuen DVD-Spieler besorgen. Mein alter (Sony, 10 Jahre) spielt keine gebrannten CDs und DVDs. Ich also in den Laden rein, zeigt mir der Verkäufer ein Gerät (bekannte marke, kein No-Tech aus Nord-Korea) für 29,99 Euro (Super-Sonder-Hastenichgesehen-Aktion). Ich frage nach: Wie steht es denn da mit der Verarbeitungsqualität. Sagt der Verkäufer doch glatt: "Solange der hält wie Garantie drauf ist hamse alles richtig gemacht." Sag ich: Nee, sowas dürfte gar nicht produziert und verkauft werden von wegen Ressourcen-Verschwendung. Und dann habe ich ihm noch von Dual-Plattenspielern aus den 60er/70er Jahren erzählt, die heute noch tip-top laufen und einen super Klang haben (Neuware hat erst über 1000 € eine Chance), lediglich ein bischen Öl braucht es an drei Stellen. Meine Lautsprecher (Baujahr 1953 !!) spielen auch noch taufrisch und werden in den nächsten 10 jahren sicher nicht ersetzt. Und wenn ich mal richtig Fete machen will kommt mein Klipschorn zum Einsatz (Patent 1940). So ein Bass (104 dB bei 20 Hz mit nur 1 Watt Verstärkerleistung) liefert kein kommerzieller Lautsprecher, nicht mal die aktiven Basswummen (=Subwoofer). Sowas ist Wertarbeit und durchdachtes Konzept. Früher kaufte man solche Geräte um sie mindestens ein bis zwei Jahrzehnte lang zu benutzen.

Mit so einer Vorstellung im Hinterkopf ist ein nach nur 5 Jahren ausgetrockneter Elko einfach inakzeptabel, egal in welchem Gerät verbaut.

Drum habe ich beim Thema Receiver auch auf Höherwertiges geschaut und einen Batzen Geld in die Hand genommen. Und hoffe nun, dass in den nächsten Jahren die Elkos halten.

Noch mal zur Klarstellung:
Ich habe nichts gegen den Topfield, ganz im Gegenteil: wenn er läuft läuft er gut, und die Ausstattung ist gigantisch, ich kann mit ihm genau das machen was mit anderen Geräten nicht oder nur unzulänglich geht.
Aber schon das Manual ist verbesserungswürdig. Oder warum braucht es dieses Forum, wenn alles so klar ist?

Doch nun genug der kritischen Philosophiererei. Ich hoffe mal dass eine Neujustage der Schüssel das Problem lösen wird.

Viele Grüße

Christian

PS: Der Topfield steht in einem TV-Schrank, der mit einem großen Computerlüfter gekühlt wird (eingeschaltet per Master-Slave-Steckdosenleiste). So sollte zumindest das Thema 'Verschleiß durch Umgebungstemperatur' kein Thema sein.
Zuletzt geändert von Hovenbitzer am Di 24. Feb 2009, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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AW: TF5500 - kein Signal beim ersten Einschalten

#22

Beitrag von JayTee » Di 24. Feb 2009, 15:01

Einen Satz noch. ;)

Bezüglich Qualität der heutigen Geräte und vor allem der verbauten Teile stimme ich dir hundertprozentig zu, leider.
Gruß Jörg :wink:

:up: :up: :up: :shock: :up: :up: :up:

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#23

Beitrag von mvordeme » Di 24. Feb 2009, 15:03

Zum Thema Elkos: Früher liefen die Netzteile der Geräte nur, wenn das Radio lief. Heutzutage stehen die Kondensatoren die ganze Zeit unter Spannung. Es stimmt natürlich auch, dass früher der Preisdruck nicht so extrem war.

Zum Thema Forum: Erst durch das Forum bin ich auf TAPs gekommen. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich zwei Jahre lang ohne TAPs mit dem Topf glücklich war. Probier mal ein EPG-TAP, wenn die Anlage wieder läuft.

Grüße,
-- mvordeme
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#24

Beitrag von Bernhard75045 » Di 24. Feb 2009, 15:06

[quote="Hovenbitzer"] c) Es führen zwei Kabel zum Receiver. Gegeneinader tauschen verlagert die Probleme nur, zumal ich einen Tuner nur zum Gucken und den anderen nur zum Aufnehmen nutze. Hilft also nicht wirklich..[/quote]

Sorry, aber da muss ich ein kleines bisschen widersprechen (bzw. - besser ausgedrückt - relativieren).

Wenn du die Kabel gegeneinander austauscht, sonst aber nix änderst müsste das Problem mitwandern (da du beim Einschalten ja noch immer den gleichen Tuner verwendest, aber eben eine andere Leitung).

Ist das der Fall sind wir schon wieder einen kleinen Schritt weiter, nämlich dem, dass es an der Leitung selbst (sprich: am Kabel oder den Steckern) liegt oder aber am LNB bzw. der dortigen Buchse.

Wenn der Fehler dagegen auch weiterhin bleibt müssen wir weiter suchen.

Immer einen Schritt nach dem anderen gehen......

Was den Fehler mit dem Austrocknen der ELKOs betrifft: Da bin ich technisch zu unbedarft, da mitreden zu können.
Na denn Prost!
Gruß, Bernhard

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